Biografisches zur Gartenkultur

Hinter jedem Garten steht eine Idee und der Wunsch etwas Einmaliges zu schaffen.  Wer waren die Männer und Frauen, Bauherren, Planer und Gärtner?  Wer hat die Welt der Gärten und Parks in Worte gefasst?


Die Seite bringt die Personen näher, die sich mit ihren Taten oder Schriften einen Platz in der regionalen Gartengeschichte geschaffen haben. Sie ist ein offenes Forum und wird im Laufe der Zeit mit Namen und Biografien gefüllt. Besucher dieser Seite sind aufgerufen, Personen zu benennen oder selbst Biografien zu verfassen.

 

  • Johann Heinrich Blasius (1809 - 1870) Gründers des Braunschweiger Botanischen Gartens und Leiter des Naturhistorischen Museums in Braunschweig.
  • Wilhelm Heinrich Blasius (1845 - 1907) Direktor des Braunschweiger Botanischen Gartens und Leiter des Naturhistorischen Museums in Braunschweig.
  • Alexander Druxes (1902 - 1969) Städtischer Gartendirektor in Braunschweig.
  • Johann Philipp DuRoi (1741-1785) Arzt und Gartenkünstler.
  • Theodor Hartig (1805 - 1880) Universitätsprofessor, Gründer des Arboretums in Riddagshausen
  • Friedrich Kreiß (1842 - 1915) Herzoglicher Promenaden-Inspektor
  • Georg Wilhelm Michael (1902 - 1968) Stadtgartendirektor in Braunschweig
  • Paul Ramke Mittelschullehrer, Mitbegründer des Schul- und Bürgergartens
  • Johann Royer (1574 - 1649) Fürstlich-braunschweigischer Hofgärtner am Schloss Hessen
  • Maximilian Royer Hofgärtner am Schloss Hessen
  • Friedrich August von Veltheim (1709 - 1775)
  • August Ferdinand Graf von Veltheim (1741 - 1801)

 

 

Johann Philipp DuRoi (1741-1785)

Geboren am 2. Juni 1741 in Braunschweig, studierte in Helmstedt Arzneiwissenschaft, wurde dort 1764 Doktor der Medizin und 1765 Aufseher der berühmten Pflanzung ausländischer Bäume und Sträucher, die der Hofrichter Friedrich August von Veltheim bei seinem Gut Harbcke bei Helmstedt angelegt hatte. Für die Parkanlagen in Destedt und Harbke war er in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts der wichtigste Gartenkünstler.
1777 kehrte er nach Braunschweig zurück und ließ sich als praktischer Arzt nieder, wurde Garnisonsarzt, Stadtphysicus, Hofmedicus und Assessor bem Obersanitäts-Collegium. Er starb als vielbeschäftigter Arzt am 8. Dez. 1785. Sein Gönner, Herzog Ferdinand von Braunschweig, ließ ihm ein Denkmal errichten und sein von F. C. Krüger nach Joh. Schwarz gestochenes Bild befindet sich vor dem 25. Bande der Krünitz’schen Encyklopädie. Er schrieb außer seiner Doktordissertation: „De paralysi gravissima femorum crurumque sanata“, 1764, noch „Observationes botanicae“, 1771, und „Die harbkesche wilde Baumzucht: theils nordamerikanischer und anderer fremder, theils einheimischer Baeume, Straeucher und strauchartigen Pflanzen, nach den Kennzeichen, der Anzucht, den Eigenschaften und der Benutzung beschrieben “, 1771, und viele Abhandlungen für das Hannoversche und Braunschweigische Magazin. [ADB, Bd. 5, 1877. S. 488; Juranek ]

Vgl. Martin Wiehle: Johann Philipp DuRoi. In: Börde Biogr. Lex., S. 137f. sowie. Ludwig Ferdinand Spehr: Johann Philipp Du Roi. In: ADB, Bd. 5, 1877. S. 488.

 

Friedrich Kreiß (1842 - 1915)

Am 28. August 1842 wurde Friedrich Kreiß in Ortenberg/Oberhessen geboren. Vierjährige Gärtnerlehre, zwei Jahre Obergehilfe in der herzoglichen Landesbaumschule. Siedelte 1868 von London nach Braunschweig. In Braunschweig wurde er 1872 Bahnhofs-Obergärtner und 1880 als Promenadenverwalter in den Braunschweigischen Staatsdienst übernommen. Ab 1884 Herzoglicher Promenadeninspektor. Gestaltete viele Braunschweiger Parkanlagen. So den 1869 eröffneten Eisenbahnpark (früher Rönckendorfscher Garten, ließ 1882 den Bammelsburger Teich unweit der Löbbeckschen Villa am Inselwall anlegen, ab 1885 den Bürgerpark und ab 1895 den Prinz-Albrecht-Park (Prinzenpark). Den Posten hatte er bis 1914 inne. Er starb am 19. Okt. 1915 in Braunschweig. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Hauptfriedhof.